
PRESSEMITTEILUNG vom 21. März 2026
Bürger-Union fordert zusätzliche Stellen für
Leerstandsmanagement und Betreuung städtischer Immobilien
Die Bürger-Union Ratingen setzt sich im Rahmen der Beratungen zum Stellenplan im Doppelhaushalt 2026/2027 für eine personelle Stärkung des Gebäude- und Grundstücksmanagements ein. Ziel ist es, leerstehende städtische Wohnungen schneller zu sanieren und vermietbar zu machen sowie die Betreuung des wachsenden städtischen Liegenschaftsbestandes nachhaltig zu verbessern.Fraktionsvorsitzender Rainer Vogt erklärt: „Die Stadt verfügt über einen erheblichen Bestand an Wohnimmobilien. Vor dem Hintergrund der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt ist es aus unserer Sicht nicht akzeptabel, dass sanierungsfähige Wohnungen über längere Zeit leer stehen, weil personelle Kapazitäten fehlen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“
Konkret beantragt die Bürger-Union, eine zusätzliche Stelle für Leerstandsmanagement, Sanierungskoordination und Hausmeistertätigkeiten im Bereich der städtischen Wohnliegenschaften zu schaffen. „Städtische Wohnungen sind Vermögen der Bürgerinnen und Bürger. Es ist unsere Pflicht, dieses Vermögen zu erhalten und sinnvoll zu bewirtschaften. Wenn notwendige Instandsetzungen nicht erfolgen und dadurch Mieteinnahmen ausfallen oder Mietminderungen entstehen, ist das letztlich ein Schaden für den städtischen Haushalt“, so Vogt.
Die 1. stellvertretende Fraktionsvorsitzende Angela Diehl verweist auf praktische Probleme vor Ort: „Uns wurde mehrfach geschildert, dass es in einzelnen Objekten seit längerer Zeit bauliche Mängel gibt, die nicht behoben werden konnten. Gleichzeitig fehlt eine feste hausmeisterliche Präsenz in den Wohnliegenschaften. Gerade kleinere Reparaturen oder frühzeitiges Erkennen von Schäden könnten durch zusätzliche personelle Ressourcen deutlich schneller erledigt werden.“
Neben der Sanierung und Bewirtschaftung bestehender Wohnungen sieht die Bürger-Union auch steigenden Aufwand durch neu erworbene Immobilien. Deshalb soll nach dem Antrag der Fraktion zusätzlich mindestens eine halbe Stelle für Aufgaben im Zusammenhang mit der Vermietung, Betreuung und Verwaltung städtischer Liegenschaften geschaffen werden.
Der 2. stellvertretende Fraktionsvorsitzende Robert Ellenbeck betont die strategische Dimension: „Der städtische Immobilienbestand ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Damit steigen zwangsläufig auch die Anforderungen an Verwaltung, Organisation und Vermietung. Dauerhafte Mehrbelastungen für die Beschäftigten sind keine nachhaltige Lösung. Wer handlungsfähig bleiben will, muss Strukturen rechtzeitig anpassen.“
Abschließend unterstreicht Fraktionsvorsitzender Vogt die Erwartung an die weiteren Haushaltsberatungen: „Wir hoffen, dass die übrigen Fraktionen die Notwendigkeit erkennen und unserem Antrag folgen. Zusätzliche Stellen im Gebäude- und Grundstücksmanagement sind kein Selbstzweck, sondern eine Investition in Werterhalt, Einnahmesicherheit und bessere Wohnraumnutzung in unserer Stadt.“