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Gemeinsam gegen achtlos weggeworfene Zigarettenkippen

Antrag01Herrn
Parick Anders
Minoritenstr. 2 - 6
40878 Ratingen 

22.09.2026

Prüfauftrag: Gemeinsam gegen achtlos weggeworfene Zigarettenkippen
Beratungsfolge: Arbeitskreis „Sauberes Ratingen“, StUKKMA, Haupt- und Finanzausschuss, Rat

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Verwaltung wird beauftragt,

zu prüfen und ein Konzept zu erarbeiten, mit welchen konkreten Maßnahmen das,achtlose Wegwerfen von Zigarettenkippen im öffentlichen Raum in Ratingen wirksam und nachhaltig reduziert werden kann.

Dabei sollen insbesondere folgende Maßnahmen geprüft werden:

1. Aufklärungs- und Informationskampagne

Entwicklung einer zeitlich begrenzten und öffentlichkeitswirksamen Kampagne, die über die
Umweltbelastungen durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sowie über die geltenden
Bußgeldregelungen informiert und für eine ordnungsgemäße Entsorgung sensibilisiert.

2. Gezielte Schwerpunktkontrollen
Durchführung zeitlich begrenzter Schwerpunktkontrollen an besonders belasteten Orten sowie konsequente Ahndung festgestellter Verstöße.

3. Ermittlung besonders belasteter Bereiche
Identifizierung von Hotspots im Stadtgebiet, insbesondere auf Plätzen, an Haltestellen, vor
öffentlichen Einrichtungen sowie an weiteren Orten mit hoher Besucherfrequenz.

4. Verbesserung der Entsorgungsmöglichkeiten
Prüfung, an welchen Hotspots zusätzliche oder besser geeignete Aschenbecher bzw. Kippenbehälter
aufgestellt werden können.

5. Einsatz von Taschenaschenbechern

Prüfung einer kostenlosen oder kostengünstigen Ausgabe von Taschenaschenbechern, beispielsweise im Rahmen der Aufklärungskampagne, bei städtischen Veranstaltungenoder an besonders belasteten Orten.

6. Zusammenarbeit mit Handel und Gastronome
Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten mit Einzelhandel, Gastronomiebetrieben, Veranstaltern und weiteren geeigneten Akteuren, insbesondere in stark frequentierten Bereichen.

Die Verwaltung wird gebeten, für die jeweiligen Maßnahmen den voraussichtlichen finanziellen und organisatorischen Aufwand darzustellen und aufzuzeigen, welche Maßnahmen kurzfristig und möglichst unbürokratisch umgesetzt oder zunächst modellhaft erprobt werden können.

Die Ergebnisse der Prüfung sind zunächst dem Arbeitskreis „Sauberes Ratingen“ zur Beratung vorzulegen. Anschließend sind sie dem StUKKMA, dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Rat zur weiteren Beratung und Entscheidung zuzuleiten.

Begründung:
Zigarettenkippen gehören zu den besonders auffälligen achtlos weggeworfenen Abfällen im öffentlichen
Raum. Sie beeinträchtigen nicht nur das Erscheinungsbild unserer Stadt, sondern können aufgrund der enthaltenen Schadstoffe auch Umwelt und Tiere belasten.

Problem ist in Ratingen nicht neu. Bereits im Jahr 2020 hatte die Bürger-Union angesichts zahlreicher Zigarettenstummel am Grünen See die Aufstellung geeigneter Standaschenbecher und entsprechender Hinweisschilder beantragt.

Auch Möglichkeiten zur Ahndung von Verstößen bestehen bereits. Zigarettenkippen sind in den Ratinger Regelungen ausdrücklich erfasst; nach dem geltenden Bußgeldkatalog können entsprechende Verstöße mit einem Bußgeld geahndet werden.

Aus Sicht der Bürger-Union geht es deshalb nicht in erster Linie um die Schaffung neuer Vorschriften.
Entscheidend ist vielmehr, die bestehenden Möglichkeiten sinnvoll miteinander zu verbinden und dort anzusetzen, wo das Problem tatsächlich auftritt. Prävention und Aufklärung, ausreichende und gut erreichbare Entsorgungsmöglichkeiten sowie gezielte Kontrollen sollten dabei Hand in Hand gehen.

Wer seine Zigarettenkippe ordnungsgemäß entsorgen möchte, sollte hierfür insbesondere an stark frequentierten Orten unkompliziert eine geeignete Möglichkeit vorfinden. Wo vorhandene
Entsorgungsmöglichkeiten und klare Regeln dagegen bewusst ignoriert werden, sollten Verstöße
auch konsequent verfolgt werden.

Eine besondere Rolle kann dabei die Zusammenarbeit mit Handel und Gastronomie spielen. Gerade vor Geschäften, Gaststätten und Cafés sowie an Haltestellen, Plätzen und anderen stark frequentierten Orten können gemeinsam entwickelte, pragmatische Lösungen dazu beitragen, die Belastung durch weggeworfene Zigarettenkippen sichtbar zu verringern.

Ziel des Prüfauftrags ist daher kein aufwendiges neues Regelwerk, sondern ein konkretes, wirkungsorientiertes und möglichst unbürokratisches Maßnahmenpaket. Sinnvoll erscheint insbesondere,
geeignete Maßnahmen zunächst an besonders belasteten Stellen zu erproben, ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erfolgreiche Ansätze anschließend gegebenenfalls auf weitere Bereiche des Stadtgebiets zu übertragen.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Vogt                                  Martin Holte
Fraktionsvorsitzender                  Sachkundiger Bürger


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