PRESSEMITTEILUNG vom
22. September 2026
Katzenschutz
kommt voran:
Rat
beschließt Prüfung von Kastrations- und Chippflicht
Ein
seit Jahren diskutiertes Anliegen für einen besseren Katzenschutz kommt einen
wichtigen Schritt voran: Der Stadtrat hat einstimmig einem gemeinsamen Antrag
der Fraktionen der CDU, Bürger-Union, SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und der Gruppe
Die Linke beschlossen, die Einführung einer Kastrationspflicht für freilaufende
Katzen zu prüfen. Auf Nachfrage wurde zudem bestätigt, dass auch eine
Kennzeichnungs- bzw. Chippflicht in diese Prüfung einbezogen werden soll.
Den
erneuten Anstoß, sich mit dem Thema zu befassen, gab eine Anregung einer seit
Jahren ehrenamtlich engagierten Katzenfreundin, die sich um in Not geratene,
verlassende, streuende und unkastrierte Katzen kümmert. Der Vorstoß der CDU,
die dankenswerterweise die Frage einer Kastrationspflicht erneut auf die
politische Tagesordnung gesetzt hat, hat sich die Bürger-Union sehr gerne
angeschlossen, da sie dieses Problem seit Jahren thematisiert.
Ziel
einer entsprechenden Regelung ist es, die unkontrollierte Vermehrung
freilaufender und verwilderter Katzen einzudämmen und damit einen nachhaltigen
Beitrag zum Tierwohl zu leisten.
Erfreulich
ist insbesondere, dass die Verwaltung einer erneuten Prüfung nun offen
gegenübersteht. Beigeordneter Filip, der sich in der Sitzung selbst als
Katzenfreund bezeichnete, begrüßte die Initiative. Dies ist umso erfreulicher,
als die Notwendigkeit einer entsprechenden Verordnung seitens der Verwaltung in
der Vergangenheit noch zurückhaltender beurteilt worden war. Auf Nachfrage
wurde vor Herrn Filip bestätigt, dass auch eine Chippflicht in die Prüfung
einbezogen werden soll. Ebenso soll der Kreis Mettmann nochmals um eine Prüfung
beziehungsweise Bewertung gebeten werden.
Angela
Diehl, 1. stellvertretende Fraktionsvorsitzende, erklärt:
„Wir
freuen uns sehr, dass unserem langjährigen Anliegen nun entsprochen und die
Einführung einer Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ernsthaft geprüft
wird. Der erneute Impuls dazu kam aus der Bevölkerung. Diesen haben wir sehr
gerne mit aufgegriffen, denn das Thema Katzenschutz beschäftigt uns bereits
seit Jahren. Umso erfreulicher ist es, dass nun Bewegung in die Sache kommt.“
„Besonders
wichtig ist für uns, dass auf unsere Nachfrage bestätigt wurde, auch die
Chippflicht in die Prüfung einzubeziehen. Kastration, Kennzeichnung und
Registrierung gehören aus unserer Sicht zusammen. Nur so können
aufgefundene Tiere ihren Haltern zugeordnet und die Regelungen sinnvoll
umgesetzt werden.“
„Wir
müssen dabei das Rad nicht neu erfinden. Düsseldorf hat bereits seit 2016 eine
entsprechende Verordnung, und auch Kommunen im Kreis Mettmann (Erkrath und
Wülfrath) verfügen über Erfahrungen mit solchen Regelungen. Dass nun auch der
Kreis nochmals einbezogen werden soll, begrüßen wir ausdrücklich. Entscheidend
ist für uns, dass wir zu einer rechtssicheren, praktikablen und wirksamen
Lösung für mehr Katzenschutz kommen.“
Der
Ratsbeschluss ist damit ein wichtiger Schritt hin zu einer erneuten,
ergebnisoffenen Prüfung, so Diehl. Dabei sollen neben den rechtlichen
Voraussetzungen insbesondere die Erfahrungen anderer Kommunen einbezogen werden.